Real-Time-Sono-Elastographie (RTE)

Erhöhter PSA-Wert - was nun?

Ein erhöhter PSA-Wert oder Prostatabeschwerden können eine Prostatavergrößerung oder Prosta­taentzündung als Ursache haben, aber es kann sich auch ein Prostatakrebs dahinter verbergen. Auch ein steigender PSA-Wert kann auf einen Prostatakrebs hindeuten. Um eine optimale Be­handlung einer Prostataerkrankung durchzuführen, sollte die Ursache der Beschwerden frühzeitig erkannt werden.

Gerade auch beim Prostatakrebs, welcher mit rund 65000 Neuerkrankungen in Deutschland der häufigste Krebs beim Mann ist, ist eine frühzeitige Diagnosestellung und somit Einleitung einer Therapie wichtig.

Hier hilft die Sono-Elastographie der Prostata unkompliziert und schmerzlos weiter, um eine sichere Diagnose zu stellen und damit rasch eine Therapie einzuleiten. Tumore können zu einer Verhärtung des Prostatagewebes auch in dem Bereich führen, der mit der Tastuntersuchung nicht erreichbar ist. Die Sono-Elastographie ist ein Ultraschallverfahren mit dem tumorverdächtiges Gewebe farblich auf dem Monitor sichtbar gemacht werden kann.

Der Arzt löst über den Schallkopf Impulswellen aus, die von verschiedenen Gewebearten unter­schiedlich reflektiert werden. Dies lässt Rückschlüsse auf die Härte des dargestellten Gewebes zu. Die Sono-Elastographie der Prostata erfolgt im Rahmen einer transrektralen Ultraschalluntersuchung durch den Enddarm und ist schmerzlos und ohne verherige Betäubung durchführbar.

Was leistet die Elastographie der Prostata?

  • Erfassung des gesamten Prostatavolumen mit höchster Aussagekraft, dadurch können selbst kleinste Auffälligkeiten entdeckt werden.
  • Unterscheidung zwischen gutartiger und bösartiger Veränderung durch Bewertung der Gewebehärte.
  • Veränderungen sind oft auch bei niedrigeren PSA-Werten darstellbar, daher optimierte Prostatavorsorge.
  • Auffällige Befunde können „real-time" dargestellt und bewertet werden. Der Vorgang kann problemlos und ohne jegliche Nebenwirkung mehrfach wiederholt werden bis eine optimale Beurteilung des Befundes möglich ist.
  • Nicht invasive Untersuchung ohne Nebenwirkungen und damit Vermeidung von Blutungen oder Infektionen im Prostatabereich.

(Literaturnachweise aus deutschen und internationalen urologischen Fachzeitschriften sind bei Dr. Münch und Dr. Otto einsehbar und auf Wunsch als Kopie verfügbar).